338 Seiten Hebräisch Level Aleph sind jetzt zu Ende. Das heißt, ich finde wieder Zeit hier was rein zu schreiben! Vor ca. einem Monat habe ich mir ein Hebräisch-Buch ausgeliehen und nahezu pausenlos durch gerackert. Mittlerweile bin ich also der Oberstreber hier und kann mich auch schon recht gut unterhalten, lesen, schreiben, aber das wars dann auch schon :P. Die Sprache ist einfach unglaublich faszinierend! In jedem Buchstabe, in jedem Wort, in jeder grammatikalischen Form steckt eine so tiefe Bedeutung, was in Bezug auf die Bibel einem wirklich eine vollkommen neue Welt offenlegt. Ich kann also nur jedem empfehlen diese Sprache zu lernen ;). Und zudem ist es super einfach. Am Anfang fällt es noch schwer wegen dem anderen Alphabet und der anderen Logik, aber in sich ist es sehr simpel.
Nun zu mir: Den letzten Monat hat es mit dem Urlaub leider nicht so gut hingehauen, sodass ich keine großen Ausflüge gemacht hab. Dafür saß ich jedoch täglich mehrere Stunden beim Hebräisch-Lernen. Mittlerweile mach ich auch Nachtschichten (alleine) da wir Mitarbeitermangel haben, bei denen man wunderbar 7 Stunden ununterbrochen lernen kann. Herrlich!
Der Alltag und somit auch die Arbeit werden echt angenehm und auch abwechslungsreicher. Mit den anderen Volontären versteht man sich gut, auch wenn sich selbstverständlich kleine Grüpchen bilden. Mejla! (Was solls). Manchmal gibt es auch echt interessante Gespräche über den Glauben, auch wenn es nicht immer einfach ist, da man hier als christliche Minderheit schon ziemlich zu kämpfen hat. Apropo Minderheiten, Ende letzten Monats hatten wir ein Bildungsseminar von unserer Entsendeorganisation in Haifa für 3 Tage mit diesem Thema. Andy und ich hatten ein Tag früher frei und sind das Künstlerdorf "Ein Hod" auf dem Karmel-Gebierge besuchen gegangen. Ein wirklich schönes Dorf, ruhig, phantasievoll, reich, kollektiv und mittlerweile verbrannt. Ein paar Tage nach unserer Abreise gab es aufgrund der anhaltenden Dürre hier einen großen Waldbrand im Karmel (für alle die es noch nicht mitbekommen haben) und es wurden dabei 2 Dörfer und ein Kibbuz zerstört, darunter "Ein Hod". Kleine Anekdote: Andy und ich sind auf dem Weg nach Ein Hod, laufen an einer Feuerwache vorbei, welche ausschließlich aus "Oldtimer-Feuerwehrautos" besteht und sagen uns, `Hier darf es aber bloß nicht brennen dürfen`.
Jedenfalls haben wir in dem Seminar verschiedene ethnische und religiöse Minderheiten besucht, darunter die Drusen, Bahais, Beduinen und Chakasen. War wirklich sehr interessant, wenn jemand Infos will, kann ich euch die Unterlagen zumailen. Das Drusendorf welches wir besucht haben gehört übrigens auch zu den vom Brand betroffenen. Zu den Bahais kurz was. Sie ist eine recht neue Religion welche man meiner Meinung nach als Einheitsreligion bezeichnen könnte, da sie alle großen Persönlichkeiten der Religionen aktzeptieren, Toleranz ganz groß schreiben, nur die Gemeinsamkeiten sehen wollen und den Rest nur als temporär geltend und selektiv interpretierbar erachten. Im Klartext, die Friede-Freude-Eierkuchen Religion!
Mittlerweile muss ich seit einigen Wochen mich wieder mit dem Bus fortbewegen, da mir am Fahrrad der Hinterreifen geplatz ist und die Leute hier leider unfähig so etwas zu reparieren. Sehr sehr traurig wie schlecht die Qualität hier ist, bei nahezu allen Fahrrädern.
Bei dem Seminar war auch ein Freund von einer Volontärin hier, welcher in Deutschland bei ParkourOne mitarbeitet, DER Firma in Berlin für die recht junge Sportart, die mich schon lange begeistert! Wer nicht weiß was das ist, man sucht sich den kürzesten Weg von Punkt A nach B. Das heißt, dann klettert über Häuser, springt über Mauern und den ganzen Kram. Auf jeden Fall waren wir vorgestern ihn besuchen und haben zu dritt ein von ihm geleitetes Training gemacht. Wirklich cool, extrem anstrengend und mit schweren Folgen. Nämlich heftigsten Muskelkater in JEDEM Muskel! Das heißt, danach ist man für alles unfähig, was nur mit geringen Bewegungen zusammen hängt. Dennoch wollen wir es nun regelmäßig versuchen zu machen (jede Woche).
Ich wünsche euch einen wunderschönen Winter :)
Nun zu mir: Den letzten Monat hat es mit dem Urlaub leider nicht so gut hingehauen, sodass ich keine großen Ausflüge gemacht hab. Dafür saß ich jedoch täglich mehrere Stunden beim Hebräisch-Lernen. Mittlerweile mach ich auch Nachtschichten (alleine) da wir Mitarbeitermangel haben, bei denen man wunderbar 7 Stunden ununterbrochen lernen kann. Herrlich!
Der Alltag und somit auch die Arbeit werden echt angenehm und auch abwechslungsreicher. Mit den anderen Volontären versteht man sich gut, auch wenn sich selbstverständlich kleine Grüpchen bilden. Mejla! (Was solls). Manchmal gibt es auch echt interessante Gespräche über den Glauben, auch wenn es nicht immer einfach ist, da man hier als christliche Minderheit schon ziemlich zu kämpfen hat. Apropo Minderheiten, Ende letzten Monats hatten wir ein Bildungsseminar von unserer Entsendeorganisation in Haifa für 3 Tage mit diesem Thema. Andy und ich hatten ein Tag früher frei und sind das Künstlerdorf "Ein Hod" auf dem Karmel-Gebierge besuchen gegangen. Ein wirklich schönes Dorf, ruhig, phantasievoll, reich, kollektiv und mittlerweile verbrannt. Ein paar Tage nach unserer Abreise gab es aufgrund der anhaltenden Dürre hier einen großen Waldbrand im Karmel (für alle die es noch nicht mitbekommen haben) und es wurden dabei 2 Dörfer und ein Kibbuz zerstört, darunter "Ein Hod". Kleine Anekdote: Andy und ich sind auf dem Weg nach Ein Hod, laufen an einer Feuerwache vorbei, welche ausschließlich aus "Oldtimer-Feuerwehrautos" besteht und sagen uns, `Hier darf es aber bloß nicht brennen dürfen`.
Jedenfalls haben wir in dem Seminar verschiedene ethnische und religiöse Minderheiten besucht, darunter die Drusen, Bahais, Beduinen und Chakasen. War wirklich sehr interessant, wenn jemand Infos will, kann ich euch die Unterlagen zumailen. Das Drusendorf welches wir besucht haben gehört übrigens auch zu den vom Brand betroffenen. Zu den Bahais kurz was. Sie ist eine recht neue Religion welche man meiner Meinung nach als Einheitsreligion bezeichnen könnte, da sie alle großen Persönlichkeiten der Religionen aktzeptieren, Toleranz ganz groß schreiben, nur die Gemeinsamkeiten sehen wollen und den Rest nur als temporär geltend und selektiv interpretierbar erachten. Im Klartext, die Friede-Freude-Eierkuchen Religion!
Mittlerweile muss ich seit einigen Wochen mich wieder mit dem Bus fortbewegen, da mir am Fahrrad der Hinterreifen geplatz ist und die Leute hier leider unfähig so etwas zu reparieren. Sehr sehr traurig wie schlecht die Qualität hier ist, bei nahezu allen Fahrrädern.
Bei dem Seminar war auch ein Freund von einer Volontärin hier, welcher in Deutschland bei ParkourOne mitarbeitet, DER Firma in Berlin für die recht junge Sportart, die mich schon lange begeistert! Wer nicht weiß was das ist, man sucht sich den kürzesten Weg von Punkt A nach B. Das heißt, dann klettert über Häuser, springt über Mauern und den ganzen Kram. Auf jeden Fall waren wir vorgestern ihn besuchen und haben zu dritt ein von ihm geleitetes Training gemacht. Wirklich cool, extrem anstrengend und mit schweren Folgen. Nämlich heftigsten Muskelkater in JEDEM Muskel! Das heißt, danach ist man für alles unfähig, was nur mit geringen Bewegungen zusammen hängt. Dennoch wollen wir es nun regelmäßig versuchen zu machen (jede Woche).
Ich wünsche euch einen wunderschönen Winter :)
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