Liebe Freunde, es gibt was Neues!
Nämlich eine neue Website! Passend zum Hebräisch-Kurs findet ihr dort nun alle Infos und auch weitere interessante Informationen rund um Israel und co. Somit werde ich diesen Blog nun einstellen, da ich eben nicht mehr in Israel bin und nun den anderen Blog füllen.
ivrith.blogspot.com
Der Hebräischkurs beginnt kommenden Montag, den 12.09. um 20Uhr in der FCG-RV. Bitte den Hintereingang benutzen, rechts an den Garagen vorbei.
Dienstag, 6. September 2011
Montag, 22. August 2011
Diesen Samstag! Jerusalem-Info-Abend
Shalom liebe Freunde,
hiermit lade ich euch nochmals zu meinem Jerusalem-Info-Abend diesen Samstag Abend um 19Uhr in die Freie Christengemeinde Ravensburg ein. Der Schwerpunkt liegt an diesem Abend auf Jerusalem und ihrer Bedeutung. Ebenfalls möchte ich viel Freiraum für Fragen bieten. Übrigens wird es an diesem Abend keine Verpflegung geben.
Ich freue mich auf euer Kommen!
Raphi
Samstag, 6. August 2011
Jerusalem-Info-Abend
Am 27.August findet Teil 2 meines Berichts aus Israel statt. Um 19Uhr werden wir wieder in der Freien Christengemeinde Ravensburg beginnen. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Jerusalem. Ich freu mich auf euer Kommen :)
Donnerstag, 4. August 2011
Hebräisch-Kurs
Aufgrund des großen Interesse an der Hebräischen Sprache, werde ich nun einen kleinen Anfänger-Kurs anbieten. Gemäß dem Motto "Das Beste im Leben kann man nicht kaufen" soll auch der Kurs nichts kosten ;) Wenns klappt will ich bereits im August anfangen. Wer Interesse hat (unverbindlich) darf sich gerne bei mir melden, dann können wir die Termine besser anpassen und ich weiß wen ich informieren muss. Stattfinden wird der Kurs in der Freien Christengemeinde Ravensburg.
Nächsten Frühling machen wir vielleicht einen kurzen Ausflug nach Israel... :)
Nächsten Frühling machen wir vielleicht einen kurzen Ausflug nach Israel... :)
Dienstag, 19. Juli 2011
Prüfung bestanden!
Die Mission ist erfüllt. Gestern morgen absolvierte ich erfolgreich meine Motorradprüfung. Das Limit war der 20.Juli, sprich morgen! Nun kann ich wieder zurück nach Israel :)
Jaaa... mal schaun wann es soweit ist. Spätestens nächtes Jahr auf jeden Fall.
Auch der Info-Abend gestern traff auf gute Resonanz, jedoch musste ich den kompletten Part Jerusalem streichen, da die Zeit nicht gereicht hat. Aufgrund des großen Interesse werde ich einen extra Abend machen mit Schwerpunkt Jerusalem, die Geschichte, das Land, die Religionen und alles was dazu gehört. Als Termin wird August angepeilt.
Ebenso ist ein kleiner Hebräischkurs in Überlegung. Wer Interesse hat, soll sich bitte bei mir melden.
Jom tov!
Jaaa... mal schaun wann es soweit ist. Spätestens nächtes Jahr auf jeden Fall.
Auch der Info-Abend gestern traff auf gute Resonanz, jedoch musste ich den kompletten Part Jerusalem streichen, da die Zeit nicht gereicht hat. Aufgrund des großen Interesse werde ich einen extra Abend machen mit Schwerpunkt Jerusalem, die Geschichte, das Land, die Religionen und alles was dazu gehört. Als Termin wird August angepeilt.
Ebenso ist ein kleiner Hebräischkurs in Überlegung. Wer Interesse hat, soll sich bitte bei mir melden.
Jom tov!
Montag, 11. Juli 2011
Israel-Info-Abend
Endlich gibts wieder was Neues auf meinem Blog, endlich findet mein Israel-Info-Abend statt. Es war nicht einfach einen Termin zu finden, jetzt ist es der 18.Juli geworden. Ja richtig, das ist bereits in einer Woche! Beginn ist um 19:00Uhr in der Freien Christengemeinde Ravensburg, Meersburgerstraße 150. Ich werd einiges erzählen, viele Bilder und Videos zeigen und zudem gibts eine israelische Spezialität zur Verköstigung :)
Ich freue mich natürlich auf zahlreiches Kommen, wer nicht kommen kann, wird dafür auf dieser Website fündig werden ;)
Also nicht vergessen! Diesen Montag, 18.Juli um 19:00Uhr in der FCG Ravensburg!
Shalom veLehitraot
Raphi
Ich freue mich natürlich auf zahlreiches Kommen, wer nicht kommen kann, wird dafür auf dieser Website fündig werden ;)
Also nicht vergessen! Diesen Montag, 18.Juli um 19:00Uhr in der FCG Ravensburg!
Shalom veLehitraot
Raphi
Mittwoch, 8. Juni 2011
Ich bin da!
Gestern Abend kam ich in Basel an und um 19Uhr war ich zu Hause in Ravensburg. Alles hat wunderbar geklappt und auch im Flugzeug durfte ich nochmals eine nette Jüdin kennen lernen.
Derweil war mein deutsche Empfang nicht gerad so grandios. Zunächst als ich mein deutsches Handy anschalten wollte, fiel mir auf, dass ich meinen PIN vergessen habe! Somit fragte ich auf dem Bahnhof die nächste Frau, welche mir ihr Handy verwehrte, da ich nicht bitte gesagt habe. Egal, letztendlich hat alles gut geklappt und ich freu mich schon euch alle wieder zu sehn :)
Samstag, 4. Juni 2011
Was auf mich wartet...
...kam recht überraschend. Die erste Nachricht bekam ich von IsraelHeute; Sturm auf Israels Flughafen! Wie froh ich doch war, dass es erst ein Tag nach meiner Abreise stattfinden soll.
Die zweite Nachricht hingegen war sehr erfreulich. Nämlich fliege ich unabgesprochen mit Delly aus Altensteig nach Hause. Ich habe sie schon einmal kurz erwähnt. Sie ist glaube ich 44 und war bis vor wenigen Monaten aktiv bei JMS Altensteig dabei. Sie ist eine der Stammwächter auf den Mauern Jerusalems und ließ mir jede Menge gutes Material zukommen. Tolle Frau :)
Meine letzten Tage hier muss ich teilweise arbeiten, aber auch Andy aus Petach Tikva hat Geburtstag. So geh ich meine alte WG und Arbeitsstelle nochmals besuchen.
In Deutschland werd ich natürlich ne Party machen mit Infoabend, bis jetzt ist aber noch nichts geplant. Lasst euch überraschen!
Die zweite Nachricht hingegen war sehr erfreulich. Nämlich fliege ich unabgesprochen mit Delly aus Altensteig nach Hause. Ich habe sie schon einmal kurz erwähnt. Sie ist glaube ich 44 und war bis vor wenigen Monaten aktiv bei JMS Altensteig dabei. Sie ist eine der Stammwächter auf den Mauern Jerusalems und ließ mir jede Menge gutes Material zukommen. Tolle Frau :)
Meine letzten Tage hier muss ich teilweise arbeiten, aber auch Andy aus Petach Tikva hat Geburtstag. So geh ich meine alte WG und Arbeitsstelle nochmals besuchen.
In Deutschland werd ich natürlich ne Party machen mit Infoabend, bis jetzt ist aber noch nichts geplant. Lasst euch überraschen!
Mittwoch, 1. Juni 2011
Yom Yerushalaim veYom Studentim
Der Jerusalem und Studententag sind dieses Jahr zusammen gelegt und somit geht richtig was ab. Der Anlass der Feierlichkeit, ist die Eroberung Ost-Jerusalems von den Jordaniern im Sechs-Tage-Krieg. Da bei den Juden der Tag am Abend mit Sonnenuntergang beginnt, fing um 22Uhr die Party an. Die ganze Nacht durch waren haben Bands gespielt bis nach Sonnenaufgang. Gekostet hat der Spaß 100 Shekel (20€), was wir nicht wussten, aber nur halb so wild war. Was jedoch nerviger war, dass wir nicht wussten, dass die beste Band erst zu Sonnenaufgang spielt! "Balkan Beat Box" war eigentlich die einzige Band die wir hören wollten, so durften wir die ganze Nacht durch in der Kälte warten. Von den tausenden Besuchern war am Morgen verständlicherweise auch nur noch ein kleiner Haufen geblieben. Um Sieben Uhr ging es dann endlich nach Hause ins warme Bettchen :)
Balkan Beat Box macht total individuelle Musik und ist einfach klasse. Im Kfar Ofarim lief ihre Musik ständig während der Arbeit, sie sind eine der bekanntesten Bands Israels.
Balkan Beat Box macht total individuelle Musik und ist einfach klasse. Im Kfar Ofarim lief ihre Musik ständig während der Arbeit, sie sind eine der bekanntesten Bands Israels.
Montag, 30. Mai 2011
Flug gebucht!
Ja, jetzt ging auf einmal alles ganz schnell. Nachdem mein Vater heute beim Bundesamt angerufen hat um endlich Gewissheit zu bekommen, ob ich nun früher fliegen kann oder nicht, ist es jetzt so weit. Die Genehmigung erlaubt mir nach einer Diesntableistung von 8 Monaten aufzuhören und so komm ich jetzt am 7.Juni zurück nach Deutschland. Flug hab ich vor ein paar Minuten gebucht, fährt nach Basel und trotz der kurzfristigen Buchung für nur 132€.
Für diejenigen, die noch nicht wissen warum ich überhaupt früher nach Hause komme, möcht ichs kurz erklären.
Für diejenigen, die noch nicht wissen warum ich überhaupt früher nach Hause komme, möcht ichs kurz erklären.
- Es wird unerträglich heiß im Sommer hier :)
- Ich muss meinen Motoradführerschein bis Ende Juli fertig haben. Letztes Jahr hab ich bereits die Theorieprüfung absolviert und da diese nur ein Jahr gültig ist, will ich ihn jetzt schnell zu Ende bringen.
- Ich freu mich schon sehr euch alle wieder zu sehn!
Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte.Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.
Psalm 137,5f
Samstag, 28. Mai 2011
Hebräisch Denken
So heute gibts mal was Christliches, um genau zu sein sogar mehr Jüdisches. Und zwar eine Internetseite mit wirklich gutem Material (Lehre, etc.).
Um die Bibel richtig verstehen zu können, sind nämlich einige Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehört auch die Sprache, Grammatik, Geschichte und die damalige Kultur. Die Betrachtung mit diesem Hintergrund nennt man "Hebräisches Denken". Der Gegenpol dazu stellt der "Hellenismus" dar, welcher seinen Ursprung bei den Griechen hat und die Anschauung aus moderner Perspektive ist.
Und hier kommt der Link: worldwidewings.de
Um die Bibel richtig verstehen zu können, sind nämlich einige Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehört auch die Sprache, Grammatik, Geschichte und die damalige Kultur. Die Betrachtung mit diesem Hintergrund nennt man "Hebräisches Denken". Der Gegenpol dazu stellt der "Hellenismus" dar, welcher seinen Ursprung bei den Griechen hat und die Anschauung aus moderner Perspektive ist.
Und hier kommt der Link: worldwidewings.de
Dienstag, 24. Mai 2011
Samstag, 21. Mai 2011
Freitag Abend in Ramallah
Flo und ich hatten gestern morgen Putzschicht. Da morgen meine französische Mitbewohnerin uns verlässt, musste Flo unbedingt nach Ramallah fahren um sich eine arabische Kaffekanne zu kaufen. Denn Nathalie nimmt ihre mit nach Hause. Da ich bisher noch nicht im nördlichen palästinensischen Gebiet aufgehalten hab, beschloß ich mitzufahr
en. Ramallah ist nur ein kurzes Stück von Jerusalem entfernt, eine der großen palästinensischen Städte und auch Regierungssitz der Fatah. Am Checkpoint wurden wir diesmal von einem großen Militäraufgebot überrascht. Der Grund war nicht weit, direkt hinter den Betonmauern gab es wieder Randale, hauptsächlich jugendliche Araber. Steinewerfenden standen sie auf Hügeln und Straßen, wir mussten einen Umweg fahren, da sie auf der Straße Müll und Autoreifen angezunden haben. Der schwarze Qualm hat natürlich erbärmlich gestunken, die Fenster blieben also verschloßen. In Ramallah selbst war es eher sehr ungewohnt ruhig, was allerdings an der Zeit lag. Wir haten nämlch vergessen, dass die Moslems am Freitag Abend ihre Läden dicht machen. So fanden wir auch keine Kaffekanne, dafür billige Lebensmittel. Außerdem zeigte mir Flo das Mausoleum Arafats, im Hintergrund das Regierungsgebäude, wo er seine Reden hielt, im Vordergrund eine moderne Moschee. An sich ist Ramallah nichts Besonderes. Eine unordentliche arabische Stadt, von der jedoch einige Unruhen ausgehen. So waren überall Plakate zu sehen, welche zu einer Demonstration, oder besser gesagt zivile Stürmung der Grenzen aufrief. Am 15.5. findet seit 63 Jahren Jahren der Nakba (=Katastrophe) Tag statt, als Antwort auf Israels Feiern der Unabhängikeit und Staatsgründung. Wer es in den Medien mit verfolgt hat, weiß, dass es auch diesmal wieder zu eineigen Toten kam. Somit wurde über die Internetplattform Facebook ein erneuter Aufruf zur dritten Intifada gestartet, und zwar für gestern. Diese ist zum Glück nicht eskaliert, war aber dennoch spürbar. Warum gestern? Es war Freitag u
nd die meißten moslemischen Unruhen finden Freitag Nachmittags statt, nach dem wichtigsten Gebet der Moslems um 12 Uhr Mittags in der Moschee. Dort werden oft Hasspredigten gehalten, sodass es auch in Jerusalem in der östlichen Teilen immer wieder zu kleinen Aufruhren kommt. Steinewerfer sind normal und damit auch eine starke Militärpräsenz.

nd die meißten moslemischen Unruhen finden Freitag Nachmittags statt, nach dem wichtigsten Gebet der Moslems um 12 Uhr Mittags in der Moschee. Dort werden oft Hasspredigten gehalten, sodass es auch in Jerusalem in der östlichen Teilen immer wieder zu kleinen Aufruhren kommt. Steinewerfer sind normal und damit auch eine starke Militärpräsenz.Dienstag, 10. Mai 2011
Zion brennt!
Heute gegen Abend begab ich mich auf einen Spaziergang südlich der Altstadt, auf der Suche nach einer schönen Promenade. Da kam mir eine Rauchschwade entgegen, am Fuße des Berges Zion brach ein Busch-Feuer aus! So wirklich glauben wollt ich es noch nicht und dachte zunächst an ein kontrolliertes Feuer. Nachdem es rasend anfing sich auszubreiten, entschloß ich mich, das Blaulichtkomitee zu rufen. Nur kurz darauf waren diese auch schon da, ich wieß sie ein und Jerusalem war gerettet.
Nun der Rückblick der letzten Woche, meinen treuen Folgern wird jetzt wohl gleich auffallen; aha, da war doch Raphis Schwester Ywi zu Besuch. So ist es. Schön wars. Im Vergleich zu der "Bildungsreise" mit Mama war es diesmal einfach Urlaub. Tel Aviv Beach, Schweben im Toten Meer, Kaffekränzchen auf dem Ölberg-Friedhof. Ja auch diesmal war viel Abwechslung dabei, darunter der Gedenk- und Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Wir erklommen Herodes mächtigste Festung Masada, in welcher 900 jüdische Rebellen monatelang gegen die römische Besatzung standhalten konnten. Jedoch schütteten die Legionen eine gigantische Rampe auf, über welche sie nach langer Belagerung die Festung erzwungen. Um nicht in die Hände der Eroberer zu fallen, beging die Gemeinde kollektiven Selbstmord.
Ebenfalls kehrten wir in die Stadt Davids, mit rund 4000 Jahre alter Geschichte zurück, Ausgrabungen verschiedenster Epochen, darunter der Palast und das Grab König Davids, waren zu besichtigen. Definitiv das Highlight ist das Tunnelsystem. Außerhalb der Stadtmauer befand sich die Gihonquelle, welche die Hauptwasserquelle für lange Zeit war. Durch einen Tunnel gelangte man hinaus zur Quelle um Wasser zu schöpfen. Durch diesen Kanal gelangte David mit seinem Heer in die Stadt hinein und eroberte sie. Später ließ Hezekia einen 400 Meter langen Kanal hangabwärts in den Fels hauen, am südlichen Ende sammelte sich das Wasser im künstlich angelegten Siloam-Pool. Ywi und ich starteten also eine Expedition durch den stockfinsteren Kanal, in dem das Wasser teilweise bis zu 70 Zentimeter hoch ist.
Dort wo einstmals Jerusalem ihren Namen bekam, siedeln heute muslimische Araber und fünf jüdische Familien in der gefährlichsten Gegend des heutigen Jerusalems; Silwan. Dort wird nahezu regelmäßig mit Steinen auf Autos und Fußgänger geworfen.
Bevor David Jerusalem eroberte, regierte er sieben Jahre von Hebron aus. So machten wir uns auch dahin auf, eine der gefährlichsten Städte im Palästinensischen Autonomiegebiet. Erstmals an Bedeutung erhielt dieser Ort zu Zeiten Abrahams, welcher damals eine Grabeshöhle für seine Frau dort kaufte. Auch er selbst soll hier begraben worden sein, so wie auch Isaak, Jakob und dessen Frauen. Darüber steht heute ein mächtiges Gebäude, das auf der einen Seite Synagoge und auf der anderen Moschee ist. Innerhalb der Stadt gibt es abgegrenzte, mit Checkpoints versehene Siedlungen von Juden, welche sich hier niederliesen. Es ist ein bedrückendes Szenario in den Siedlungen. Die alten Häuser stehen alle leer, nur ein paar Neue werden von Siedlern bewohnt. Auf den Dächern sich überall Militärstutzpunkte verteilt. Kein Quadratmeter ist unbeobachtet. Unser palästinensische Tourguide schilderte uns die Sicht der unterdrückten Araber und führte uns letztlich zu einem der guten Restaurants, in denen es Kamellfleisch zu essen gibt. Wahrhaftig ein Leckerbissen.
Nun der Rückblick der letzten Woche, meinen treuen Folgern wird jetzt wohl gleich auffallen; aha, da war doch Raphis Schwester Ywi zu Besuch. So ist es. Schön wars. Im Vergleich zu der "Bildungsreise" mit Mama war es diesmal einfach Urlaub. Tel Aviv Beach, Schweben im Toten Meer, Kaffekränzchen auf dem Ölberg-Friedhof. Ja auch diesmal war viel Abwechslung dabei, darunter der Gedenk- und Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Wir erklommen Herodes mächtigste Festung Masada, in welcher 900 jüdische Rebellen monatelang gegen die römische Besatzung standhalten konnten. Jedoch schütteten die Legionen eine gigantische Rampe auf, über welche sie nach langer Belagerung die Festung erzwungen. Um nicht in die Hände der Eroberer zu fallen, beging die Gemeinde kollektiven Selbstmord.
Ebenfalls kehrten wir in die Stadt Davids, mit rund 4000 Jahre alter Geschichte zurück, Ausgrabungen verschiedenster Epochen, darunter der Palast und das Grab König Davids, waren zu besichtigen. Definitiv das Highlight ist das Tunnelsystem. Außerhalb der Stadtmauer befand sich die Gihonquelle, welche die Hauptwasserquelle für lange Zeit war. Durch einen Tunnel gelangte man hinaus zur Quelle um Wasser zu schöpfen. Durch diesen Kanal gelangte David mit seinem Heer in die Stadt hinein und eroberte sie. Später ließ Hezekia einen 400 Meter langen Kanal hangabwärts in den Fels hauen, am südlichen Ende sammelte sich das Wasser im künstlich angelegten Siloam-Pool. Ywi und ich starteten also eine Expedition durch den stockfinsteren Kanal, in dem das Wasser teilweise bis zu 70 Zentimeter hoch ist.
Dort wo einstmals Jerusalem ihren Namen bekam, siedeln heute muslimische Araber und fünf jüdische Familien in der gefährlichsten Gegend des heutigen Jerusalems; Silwan. Dort wird nahezu regelmäßig mit Steinen auf Autos und Fußgänger geworfen.
Bevor David Jerusalem eroberte, regierte er sieben Jahre von Hebron aus. So machten wir uns auch dahin auf, eine der gefährlichsten Städte im Palästinensischen Autonomiegebiet. Erstmals an Bedeutung erhielt dieser Ort zu Zeiten Abrahams, welcher damals eine Grabeshöhle für seine Frau dort kaufte. Auch er selbst soll hier begraben worden sein, so wie auch Isaak, Jakob und dessen Frauen. Darüber steht heute ein mächtiges Gebäude, das auf der einen Seite Synagoge und auf der anderen Moschee ist. Innerhalb der Stadt gibt es abgegrenzte, mit Checkpoints versehene Siedlungen von Juden, welche sich hier niederliesen. Es ist ein bedrückendes Szenario in den Siedlungen. Die alten Häuser stehen alle leer, nur ein paar Neue werden von Siedlern bewohnt. Auf den Dächern sich überall Militärstutzpunkte verteilt. Kein Quadratmeter ist unbeobachtet. Unser palästinensische Tourguide schilderte uns die Sicht der unterdrückten Araber und führte uns letztlich zu einem der guten Restaurants, in denen es Kamellfleisch zu essen gibt. Wahrhaftig ein Leckerbissen.
29 Die Geschichte aber des Königs David, die frühere und die spätere, siehe, die steht geschrieben in der Geschichte Samuels, des Sehers, und in der Geschichte des Propheten Nathan und in der Geschichte Gads, des Sehers,30 dazu auch seine Regierung und seine tapferen Taten sowie die Geschehnisse, die über ihn und Israel und über die Königreiche in allen Landen dahingegangen sind.
1.Chronik 29
Freitag, 29. April 2011
Unerwarteter Besuch
Vor gut drei Wochen fand ich in meinem Postfach eine Mail von einer nicht geringeren Person als... meiner Mutter. An sich nichts Besonderes. Ganz anderst hingegen der Inhalt.
Nun gut. Außer einem Feigenbaum und ein paar Olivenbäumen hab ich meines Wissens nach zwar nichts an botanischem Gut erwähnt, aber was sollst.
Insgesamt hatten wir ein sehr durchmischtes Programm, da auch Pessach und Ostern in denselben Zeitrahmen fielen. So begannen wir mit einem Lobpreis-Konzert mit nur hebräischen Liedern in der King of Kings Community und am Tag darauf, dem Pessach-Anfang waren wir bei einer messianisch-jüdischen Familie aus England zum sogenannten "Seder-Abend" eingeladen. Seder bedeutet Ordnung und das sollte an diesem Abend auch herschen. Das Fest erinnert in acht Tagen an den Auszug von Ägypten und diese Geschichte wird am ersten Abend vorgelesen und symbolisch mit Ritualen begleitet, so wie es in der Thora angeordnet ist. Es gab lecker Lamm zu Essen und englischen Kuchen, einige Stunden lang wurde gefeiert.
Mutti machte sich außerdem alleine auf nach En Gedi und Massada, beides gelegen am Toten Meer, beides ein Muss in Israel. Zu Osteranfang stieg die Tourismuswelle natürlich wieder besonders an und jede Menge Christen machten sich für ihre Zelebrationen bereit. Dazu gehört den Leidensweg Jesu mit Kreuz auf dem Buckel zu gehen und bei den russisch-orthodoxen sich und den Osterkuchen mit möglichst viel Wasser weihen zu lassen, sodass alles zu triefen anfängt. Wir hingegen besuchten nur einen Gottesdienst im Gartengrab, der protestantischen Alternative zur Grabeskirche. Die letzten drei Tage fuhren wir etwas im Land herum, zum See Kinereth, hinauf in das Kabbala-Zentrum Safed im hügelreichen Galiläa und letztendich über Akko und Haifa nach Jaffo/Tel Aviv, von wo aus die Rückreise angetreten wurde. Das Wetter hat super mitgemacht, der Frühling hat die Mutter mir Duft und Blumenpracht erfreut und nächste Woche gehts schon weiter mit der nächsten Tour, meine älteste Schwester Ywi kommt mich nämlich für eine Woche besuchen.
Hallo Raphi,Ja und so schnell gings dann auch und jetzt ist sie schon wieder zuhaus. Ich nahm mir ganz selbstlos die zwei Wochen frei, plante einen schönen und vor allem gehaltreichen Urlaub und dann gings schon los. Bei Mamas Ankunft war ich noch arbeiten, aber danach war die Freude um so größer. Ein paar Kilo Essen hat sie nämlich mitgebracht, darunter Schweinshaxen, Salami, Bergkäse, Kalter Braten und Backzutaten. Nicht zu vergessen die Original Thüringer Bratwürste! Die Hälfte der Zeit verbrachten wir in Jerusalem, da es ein unerschöpfliches Kontingent an Sehenswürdigkeiten birgt. Während meiner Vorträge über Geschichte, Kultur und Politik, war die Resonanz meiner Mutter jedoch meißt: Oh sind die Blumen aber schön. Und das ist ja alles so bunt!
ich habe kurzfristig vor, Dich zu besuchen. Da am 12. April mein letzter Arbeitstag ist, kann ich ca. 13., 14. bis 25., 26. April kommen.
Gehrtdas bei Dir?
Du mußt nicht die ganze Zeit Urlaub haben. Paar Tage wären schön.
Erwarte Deine schnelle Antwort
Mama
Nun gut. Außer einem Feigenbaum und ein paar Olivenbäumen hab ich meines Wissens nach zwar nichts an botanischem Gut erwähnt, aber was sollst.
Insgesamt hatten wir ein sehr durchmischtes Programm, da auch Pessach und Ostern in denselben Zeitrahmen fielen. So begannen wir mit einem Lobpreis-Konzert mit nur hebräischen Liedern in der King of Kings Community und am Tag darauf, dem Pessach-Anfang waren wir bei einer messianisch-jüdischen Familie aus England zum sogenannten "Seder-Abend" eingeladen. Seder bedeutet Ordnung und das sollte an diesem Abend auch herschen. Das Fest erinnert in acht Tagen an den Auszug von Ägypten und diese Geschichte wird am ersten Abend vorgelesen und symbolisch mit Ritualen begleitet, so wie es in der Thora angeordnet ist. Es gab lecker Lamm zu Essen und englischen Kuchen, einige Stunden lang wurde gefeiert.
Mutti machte sich außerdem alleine auf nach En Gedi und Massada, beides gelegen am Toten Meer, beides ein Muss in Israel. Zu Osteranfang stieg die Tourismuswelle natürlich wieder besonders an und jede Menge Christen machten sich für ihre Zelebrationen bereit. Dazu gehört den Leidensweg Jesu mit Kreuz auf dem Buckel zu gehen und bei den russisch-orthodoxen sich und den Osterkuchen mit möglichst viel Wasser weihen zu lassen, sodass alles zu triefen anfängt. Wir hingegen besuchten nur einen Gottesdienst im Gartengrab, der protestantischen Alternative zur Grabeskirche. Die letzten drei Tage fuhren wir etwas im Land herum, zum See Kinereth, hinauf in das Kabbala-Zentrum Safed im hügelreichen Galiläa und letztendich über Akko und Haifa nach Jaffo/Tel Aviv, von wo aus die Rückreise angetreten wurde. Das Wetter hat super mitgemacht, der Frühling hat die Mutter mir Duft und Blumenpracht erfreut und nächste Woche gehts schon weiter mit der nächsten Tour, meine älteste Schwester Ywi kommt mich nämlich für eine Woche besuchen.
Dienstag, 5. April 2011
Fahrrädchen und Häschen
Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Bericht stehen, den ich bereits vor ein paar Tagen verfasst habe...
Tut er aber nicht. Oder um genauer zu sein, noch nicht. Also überspring ich einfach mal 30 Tage und erzähl euch etwas anderes.
Da wäre zum einen mein Fahrrad. Erinnert man sich daran? Das hab ich mir ganz zu Beginn in Tel Aviv gekauft und hat mir treue Dienste geleistet, bis DIE Scherbe kam. Ja die hatte es so richtig in sich, danach lief das Fahrrad nämlich nie mehr als zwei Tage! So bin ich ein Monate lang immer wieder mit dem Fahrrad im Bus zum Händler gefahrn, einiges an Geld liegen gelassen und letzten Endes, als er nicht mehr weiter wusste, gab er mir ein anderes Radel. Das war sein großes Experiment. Er nahm einen guten alten Alu-Rahmen, bestückte ihn komplett neu und für einen kleinen Aufpreis durfte ich es mein Eigen nennen. So weit so gut, bis die erste Fahrt zur Arbeit anstand. Zielstrebig rasste ich über rote Ampeln um vor gestressten Autofahrern zu fliehen und dann... mitten auf der Kreuzung, ZACK! Kette gerissen. Und die war erst ein Tag alt ihr Lieben. Das entstandene Hupkonzert erheiterte sehr. Mit Ach und Krach kam ich letztlich eine Stunde zu spät bei der Arbeit an um mir anzuhören, dass ich gar nicht arbeiten muss. Ja, das war voll und ganz mein Tag :)
Nun dann zurück zur Fahrrad-Odysee. Als ich mich endlich aufraffen konnte das Fahrrad zum Laden zu bringen, war der liebe Verkäufer schon so weit, dass er mir nichts mehr für die Reparatur mehr abzwacken wollte. So kam ich eine Weile später wieder zum Geschäft, als sich bereits die wunderbare Botschaft kund tat, dass ich nach Jerusalem wechseln werde, um das Zweirad endgültig meinem Fahrradhändler zu überlassen. Er empfing mich mit seinem netten und mit jedem Mal mehr bemitleidendem Lächeln um mir dieses Mal mitzuteilen, dass jemand mein Fahrrad gestohlen hätte, er mir aber ein anderes geben will. Daraufhin konnte ich nur grinsen, denn diesmal war das Pech zu meinem Glück. Er musste mir nun das Fahrrad erstatten und ich bestand darauf, dass er es mir auszahle. So bekamm ich letztlich 350 Shekel und bin ungefähr gleich teuer weg gekommen, wie wenn ich mit dem Bus gefahren wäre.
In Jerusalem tu ich mir das Fahrradfahren nicht mehr an, zudem es um einiges hügeliger und der Bus billiger ist.
Eine weitere Anekdote ist brandaktuell von dieser Woche. An meiner neuen Arbeitsstelle haben wir zwei weise Hasen. Diese machen für bekanntlich Dreck und stinken. Zur Zeit ist unser Chef Amer krank geschrieben, da er sich beim Fußballspielen den Arm gebrochen hat. Ersatzchef ist Menachem, der Supervisor von insgesamt drei Apartements, darunter auch unseres. Menachem scheint Reinheit und Hygiene sehr wichtig zu sein. Denn er mag es nicht Hasen im Haus zu halten. So hat er kurzerhand eigenwillig entschlossen die Häschen im nahegelegenen Park einfach auszusetzen. Tag danach fanden die Plüschwesen jedoch schon wieder den Weg bis zu unserer Straße hoch, wo sie von den umsichtigen Nachbarn aufgesammelt und zu uns gebracht wurden. Nun gut... so barmherzig wie wir sind, brachten wir sie in ihren Stall. Da gab es nur ein Problem, denn Menachem hat auch das Streu entsorgt. Improvisationskunst sei dank, wurden letztlich die super-saugfähigen XL-Windeln umfunktioniert und damit der Boden ausgekleidet.
Noch einen Tag später kam dann Menachem wieder vorbei, ganz entsetzt, was denn die Hasen hier machen! Nach erneutem Befehl sie raus zu schmeißen, fanden sie letztlich Gunst bei Rana, welche sie für ihre Tochter mit nach Hause nahm. Eigentlich mag Rana keine Hasen...
Tut er aber nicht. Oder um genauer zu sein, noch nicht. Also überspring ich einfach mal 30 Tage und erzähl euch etwas anderes.
Da wäre zum einen mein Fahrrad. Erinnert man sich daran? Das hab ich mir ganz zu Beginn in Tel Aviv gekauft und hat mir treue Dienste geleistet, bis DIE Scherbe kam. Ja die hatte es so richtig in sich, danach lief das Fahrrad nämlich nie mehr als zwei Tage! So bin ich ein Monate lang immer wieder mit dem Fahrrad im Bus zum Händler gefahrn, einiges an Geld liegen gelassen und letzten Endes, als er nicht mehr weiter wusste, gab er mir ein anderes Radel. Das war sein großes Experiment. Er nahm einen guten alten Alu-Rahmen, bestückte ihn komplett neu und für einen kleinen Aufpreis durfte ich es mein Eigen nennen. So weit so gut, bis die erste Fahrt zur Arbeit anstand. Zielstrebig rasste ich über rote Ampeln um vor gestressten Autofahrern zu fliehen und dann... mitten auf der Kreuzung, ZACK! Kette gerissen. Und die war erst ein Tag alt ihr Lieben. Das entstandene Hupkonzert erheiterte sehr. Mit Ach und Krach kam ich letztlich eine Stunde zu spät bei der Arbeit an um mir anzuhören, dass ich gar nicht arbeiten muss. Ja, das war voll und ganz mein Tag :)
Nun dann zurück zur Fahrrad-Odysee. Als ich mich endlich aufraffen konnte das Fahrrad zum Laden zu bringen, war der liebe Verkäufer schon so weit, dass er mir nichts mehr für die Reparatur mehr abzwacken wollte. So kam ich eine Weile später wieder zum Geschäft, als sich bereits die wunderbare Botschaft kund tat, dass ich nach Jerusalem wechseln werde, um das Zweirad endgültig meinem Fahrradhändler zu überlassen. Er empfing mich mit seinem netten und mit jedem Mal mehr bemitleidendem Lächeln um mir dieses Mal mitzuteilen, dass jemand mein Fahrrad gestohlen hätte, er mir aber ein anderes geben will. Daraufhin konnte ich nur grinsen, denn diesmal war das Pech zu meinem Glück. Er musste mir nun das Fahrrad erstatten und ich bestand darauf, dass er es mir auszahle. So bekamm ich letztlich 350 Shekel und bin ungefähr gleich teuer weg gekommen, wie wenn ich mit dem Bus gefahren wäre.
In Jerusalem tu ich mir das Fahrradfahren nicht mehr an, zudem es um einiges hügeliger und der Bus billiger ist.
Eine weitere Anekdote ist brandaktuell von dieser Woche. An meiner neuen Arbeitsstelle haben wir zwei weise Hasen. Diese machen für bekanntlich Dreck und stinken. Zur Zeit ist unser Chef Amer krank geschrieben, da er sich beim Fußballspielen den Arm gebrochen hat. Ersatzchef ist Menachem, der Supervisor von insgesamt drei Apartements, darunter auch unseres. Menachem scheint Reinheit und Hygiene sehr wichtig zu sein. Denn er mag es nicht Hasen im Haus zu halten. So hat er kurzerhand eigenwillig entschlossen die Häschen im nahegelegenen Park einfach auszusetzen. Tag danach fanden die Plüschwesen jedoch schon wieder den Weg bis zu unserer Straße hoch, wo sie von den umsichtigen Nachbarn aufgesammelt und zu uns gebracht wurden. Nun gut... so barmherzig wie wir sind, brachten wir sie in ihren Stall. Da gab es nur ein Problem, denn Menachem hat auch das Streu entsorgt. Improvisationskunst sei dank, wurden letztlich die super-saugfähigen XL-Windeln umfunktioniert und damit der Boden ausgekleidet.
Noch einen Tag später kam dann Menachem wieder vorbei, ganz entsetzt, was denn die Hasen hier machen! Nach erneutem Befehl sie raus zu schmeißen, fanden sie letztlich Gunst bei Rana, welche sie für ihre Tochter mit nach Hause nahm. Eigentlich mag Rana keine Hasen...
Montag, 4. April 2011
Hochzeit - Purim - Brotbacken
Seit dem 1.Maerz bin ich nun in Jerusalem und ich bereu es auf keinem Auge. Ich liebe die Stadt. Die Wohnung ist versuefft, wird auch "Bolivia-Zoo" genannt. Nicht zu unrecht, da in unserem Apartement in der Bolivia-Street mitlerweile ein Hund und zwei Katzen beheimatet sind. Und wer weis was da sonst noch so lebt :)
Die Tiere sind alle von der Straße aufgesmmelt, dementsprechend unartig, aber einfach zum Knuddeln.
Die Arbeit ist komplett verschieden im Vergleich zu Autisten, aber macht dennoch sehr viel Spass. Ich arbeite nun mit schwer koerperlich und geistig Behinderten Menschen, die koennen also fast gar nichts. Die Arbeitsatmosphaere ist total entspannt. Wir haben drei Maenner zwischen 20 und 60 und zwei Frauen. In einer normalen Schicht arbeiten also zwei Maenner die sich um die drei Jungs kuemmern und eine Frau fuer die weibliche Fraktion. Ist also wirklich super entspanntes Arbeiten. Was mir auch sehr gut tut ist die Ruhe. Sie koennen alle nicht reden. Der Laermpegel zuvor mit den Autisten hat mir doch schon zu schaffen gemacht. Auch den Bus kann ich mir sparen da ich nur 10 Minuten Fussweg zurueck zu legen habe.
In meinen ersten paar Wochen hier ist schon wieder viel gerschehen. Den ersten Sonntag bin ich frueh raus und hab die Baptist Church besucht. Dort war ein cooles Orchester aus Amerika zu Besuch und ich habe noch einen anderen deutschen Volontaer kennen gelernt, Michael. Ein Prachtskerle. Er bereits das Hebraicum hinter sich und ist gleich alt wie ich. Wir sind dann spontan zusammen ins Davis Tower Museum ueber die Geschichte Jerusalems, sehr interessant, sehr empfehlenswert. Zudem konnte er mir aus seinem umfangreichen Bibelwissen immer gute Erlaeuterungen geben. Anschliessend sind wir in die King of Kings Community gegangen. Das ist die groesste Gemeinde in Jerusalem mit rund 600 Besuchern mit amerikanischem Pastor. Ist eine sehr geistgefuehrte Gemeinde, hat mir gefallen und geh ich jetzt regelmaessig hin. Uebrigens hab ich an dem Sonntag zufaellig auch noch Ellen mit Mutter und Monika mit Tochter aus unserer Gemeinde getroffen. Mit ihrem Lobpreisleiter Jamie hab ich mich auch schon zu einer Jam-Session getroffen und bin nun als Aushilfs-Schlagzeuger dabei, da fuer die kurze Zeit ein Volleinstieg sich lohnt. Hier faellt es mir wesentlich einfach Leute kennen zu lernen als in Tel Aviv, da hier mehr meine Interessen teilen. Es gibt auch so viele interessante Angebote, von 24/7-Gebetsraeumen, ueber Museen und die Altstadt an sich natuerlich. Ich werde nun auch versuchen mich in der Jugend und in einen Hauskreis zu integrieren. Ein Highlight war sicherlich die juedische Hochzeit die wir besuchen durften.Die Familie des verstorbenen Naftalis, welcher bei uns in Pflege war, lud uns zur Hochzeit seiner Schwester ein. Sie sind sehr religioes, was das ganze besonders interessant machte. Unter den rund 200 Besuchern waren wir beinah die einzigen ohne schwarzen Hut und Kipa. Es begann um 19Uhr, wir waren eine Viertel Stunde zuspaet und dennoch zu frueh. Wir waren eine der ersten! Eine Stunde spaeter wurde es langsam voll und die Zeremonie begann. Der Mann wartete mit den Vaetern unter dem Baldachin und die verschleierte Braut wurde unter Begleitung zu ihm gefuehrt und umkreiste ihn sieben Mal. Dasselbe mit dem Mann und dann haben saemtliche Rabbis noch nen Segen gesprochen (sehr amuesant, da sie versuchen es zu singen), die Ringe werden aufgesteckt und danach geht die Party los. Das frisch verheiratete Paerchen huepft erst mal in die Kiste, waehrend die Gaeste (Maenner und Frauen stets separiert) essen. Nachdem das Brautpar fertig ist, wird erst einmal getanzt, gegessen, gesegnet, zeremoniert, getanst, gegessen und so weiter. Die Musik war meiner Meinung nach fast unertraeglich laut, aber das hat niemanden gestoert. Sogar die alten Opis haben getanzt so gut sie konnten. Richtig cool, die wissen wie man Party macht :)
In der selben Woche wurde auch Purim gefeiert. Es gedenkt der Geschichte aus dem Buch Esther, die Koenigin, welche damals die Jugendvernichtung verhindert hatte. Zu diesem Anlass verkleiden sich alle Leute so wie bei uns an Fasching und besaufen sich. Und zwar auch alle Juden! Denn das ist im Talmud so geboten. Die King of Kings hat zu diesem Anlass den Film "One night with the king" die biblische Geschichte aus dem Buch Esther gezeigt. Sehr empfehlenswert!
Aber es gibt auch unschoene Seiten hier. Gestern gab es ein Bombenattentat beim Busbahnhof. In diesem Ausmass ist das seit 2004 nicht mehr passiert. Betroffen war hauptsaechlich die Linie 147, die zu der bedeutendsten Siedliung Israels faehrt. Von uns ist niemand betroffen. Zur selben Zeit hat sich auch der Raketenbeschuss aus Gaza auf Beer Sheva und Ashdod erhoeht, in Hebron gab es ebenfalls Unruhe.
Und jetzt das Aktuellste; meine naechste Mission besteht darin, mein erstes Brot selbst zu backen. Meine nete franzoesische Zimmergenossin wird es mir beibringen.
So viel mal wieder von mir, ich hoffe es geht euch allen gut!
Die Tiere sind alle von der Straße aufgesmmelt, dementsprechend unartig, aber einfach zum Knuddeln.
Die Arbeit ist komplett verschieden im Vergleich zu Autisten, aber macht dennoch sehr viel Spass. Ich arbeite nun mit schwer koerperlich und geistig Behinderten Menschen, die koennen also fast gar nichts. Die Arbeitsatmosphaere ist total entspannt. Wir haben drei Maenner zwischen 20 und 60 und zwei Frauen. In einer normalen Schicht arbeiten also zwei Maenner die sich um die drei Jungs kuemmern und eine Frau fuer die weibliche Fraktion. Ist also wirklich super entspanntes Arbeiten. Was mir auch sehr gut tut ist die Ruhe. Sie koennen alle nicht reden. Der Laermpegel zuvor mit den Autisten hat mir doch schon zu schaffen gemacht. Auch den Bus kann ich mir sparen da ich nur 10 Minuten Fussweg zurueck zu legen habe.
In meinen ersten paar Wochen hier ist schon wieder viel gerschehen. Den ersten Sonntag bin ich frueh raus und hab die Baptist Church besucht. Dort war ein cooles Orchester aus Amerika zu Besuch und ich habe noch einen anderen deutschen Volontaer kennen gelernt, Michael. Ein Prachtskerle. Er bereits das Hebraicum hinter sich und ist gleich alt wie ich. Wir sind dann spontan zusammen ins Davis Tower Museum ueber die Geschichte Jerusalems, sehr interessant, sehr empfehlenswert. Zudem konnte er mir aus seinem umfangreichen Bibelwissen immer gute Erlaeuterungen geben. Anschliessend sind wir in die King of Kings Community gegangen. Das ist die groesste Gemeinde in Jerusalem mit rund 600 Besuchern mit amerikanischem Pastor. Ist eine sehr geistgefuehrte Gemeinde, hat mir gefallen und geh ich jetzt regelmaessig hin. Uebrigens hab ich an dem Sonntag zufaellig auch noch Ellen mit Mutter und Monika mit Tochter aus unserer Gemeinde getroffen. Mit ihrem Lobpreisleiter Jamie hab ich mich auch schon zu einer Jam-Session getroffen und bin nun als Aushilfs-Schlagzeuger dabei, da fuer die kurze Zeit ein Volleinstieg sich lohnt. Hier faellt es mir wesentlich einfach Leute kennen zu lernen als in Tel Aviv, da hier mehr meine Interessen teilen. Es gibt auch so viele interessante Angebote, von 24/7-Gebetsraeumen, ueber Museen und die Altstadt an sich natuerlich. Ich werde nun auch versuchen mich in der Jugend und in einen Hauskreis zu integrieren. Ein Highlight war sicherlich die juedische Hochzeit die wir besuchen durften.Die Familie des verstorbenen Naftalis, welcher bei uns in Pflege war, lud uns zur Hochzeit seiner Schwester ein. Sie sind sehr religioes, was das ganze besonders interessant machte. Unter den rund 200 Besuchern waren wir beinah die einzigen ohne schwarzen Hut und Kipa. Es begann um 19Uhr, wir waren eine Viertel Stunde zuspaet und dennoch zu frueh. Wir waren eine der ersten! Eine Stunde spaeter wurde es langsam voll und die Zeremonie begann. Der Mann wartete mit den Vaetern unter dem Baldachin und die verschleierte Braut wurde unter Begleitung zu ihm gefuehrt und umkreiste ihn sieben Mal. Dasselbe mit dem Mann und dann haben saemtliche Rabbis noch nen Segen gesprochen (sehr amuesant, da sie versuchen es zu singen), die Ringe werden aufgesteckt und danach geht die Party los. Das frisch verheiratete Paerchen huepft erst mal in die Kiste, waehrend die Gaeste (Maenner und Frauen stets separiert) essen. Nachdem das Brautpar fertig ist, wird erst einmal getanzt, gegessen, gesegnet, zeremoniert, getanst, gegessen und so weiter. Die Musik war meiner Meinung nach fast unertraeglich laut, aber das hat niemanden gestoert. Sogar die alten Opis haben getanzt so gut sie konnten. Richtig cool, die wissen wie man Party macht :)
In der selben Woche wurde auch Purim gefeiert. Es gedenkt der Geschichte aus dem Buch Esther, die Koenigin, welche damals die Jugendvernichtung verhindert hatte. Zu diesem Anlass verkleiden sich alle Leute so wie bei uns an Fasching und besaufen sich. Und zwar auch alle Juden! Denn das ist im Talmud so geboten. Die King of Kings hat zu diesem Anlass den Film "One night with the king" die biblische Geschichte aus dem Buch Esther gezeigt. Sehr empfehlenswert!
Aber es gibt auch unschoene Seiten hier. Gestern gab es ein Bombenattentat beim Busbahnhof. In diesem Ausmass ist das seit 2004 nicht mehr passiert. Betroffen war hauptsaechlich die Linie 147, die zu der bedeutendsten Siedliung Israels faehrt. Von uns ist niemand betroffen. Zur selben Zeit hat sich auch der Raketenbeschuss aus Gaza auf Beer Sheva und Ashdod erhoeht, in Hebron gab es ebenfalls Unruhe.
Und jetzt das Aktuellste; meine naechste Mission besteht darin, mein erstes Brot selbst zu backen. Meine nete franzoesische Zimmergenossin wird es mir beibringen.
So viel mal wieder von mir, ich hoffe es geht euch allen gut!
Freitag, 11. März 2011
Halbjahresbericht
Begonnen hat alles mit einem Haufen Erwartungen, Ungewissheit und voller Elan. Fuer mich war es das erste mal im Flieger und das erste Mal so lange und weit weg von zu Hause. Am Anfang waren es jede Menge neue Eindruecke, doch sehr schnell hat man sich an das neue Umfeld gewoehnt. Dazu gehoert vor allem die Volontaerswohnung. Diese war zuerst ein Schock! Dreckig, vieles war kaputt und sehr primitiv eingerichtet. Aber um ehrlich zu sein, man gewoehnte sich sogar daran. Ebenso auf der Arbeit. Kalt, einfach, versuefft.
Ich war fuer sechs Monate in Kfar Ofarim bei Ramat HaSharon. Gewohnt haben wir zu siebt in einem Apartement fuer... 4? Dementsprechend kann man sich den Komfort vorstellen und vor allem die Zeiten an denen man noch Besuch hatte. Wir wohnten in Petach Tiqva, einer 300.000 Einwohner Stadt neben Tel Aviv, die ausser den Israelis aber niemand kennt. Zurecht, denn da gibt es auch nichts zu sehen. Die Wohnung war im sechsten Stock eines Betonblocks, aber immerhin mit guter Busanbindung. Zur Arbeit ca. 20 Minuten, nach Tel Aviv ca. eine Stunde. Ebenso um abends nach Hause zu kommen mussten wir umsteigen und brauchten meist ueber eine Stunde. Bis hierher mag es sich sehr negativ anhoeren und so war auch mein erster Eindruck. Da war nichts zu sehen von dem Land, in dem Milch und Honig fliesst. Doch mit allem konnte man sich mehr oder minder abfinden, begann aber auch seine Heimat richtig zu schaetzen. Unsere Wohnung bestand nur aus DIV-Volontaeren, darunter 2 zwei weibliche. Wir verstanden uns erstaunlich gut obwohl wir doch so unterschiedlich sind. Ich beispielsweise gehe nicht nach Tel Aviv in Nightclubs waehrend die anderen sich teilweise woechentlich abschossen. Mit der Zeit bildeten sich Grueppchen, was aber total normal ist. Andy und ich machten letztlich immer zusammen Urlaub. Ansonsten gab es quasi beinah dauerhaft Probleme mit unserem Apartement. Angefangen von der nicht funkionierenden Klimaanlage im heisesten Monat, nicht bezahlten Rechnungen, stoerendem Internet, Stromausfall, Ueberschwemmung u.s.w.
Allgemein gilt zu sagen, dass alles sehr chaotisch und unorganisert ist und vor allem natuerlich ewig Zeit braucht: „BALAGAAAN!“
Die Arbeit war sehr unterschiedlich. Ich verbrachte meine Zeit im Haus Gefen, das beste von allen natuerlich. Es befand sich noch im alten Komplex und teilte sich somit die Kueche mit Haus Dolev, wo uebrigens Andy arbeitet. Meine neun neuen Freunde erschienen mir ziemlich verrueckt. Aber dadurch um so sympatischer (. Man lernt ihre Sprache kennen, ihre Eigenheiten und Rituale. Man lernt sie schaetzen und verstehen. Man entwickelt Freundschaften. Es ist unglaublich wie schnell man Routine in die Arbeit bekommt und zuletzt machte ich Arbeiten wie ein normaler Guide. Dazu gehoerte auch das Verabreichen von Medikamenten und Nachtschichten, alleine. Zu Beginn war mir immer langweilig, weil ich nicht wusste was ich machen kann und dann hab ich einfach hebraeisch gelernt. Spaeter kam ich oft mals gar nicht mehr dazu, weil es immer etwas gab, was man mit den Autisten machen konnte. Selbst wenn man nur versuchte ihnen auf Stotter-Hebraeisch etwas zu erzaehlen. Meine Arbeitskollegen waren durchschnittlich bis superklasse! Mit den einen hat man mehr gemacht, mit dem anderen fast nichts. Allgemein fiel es mir recht schwer richtigen, also dauerhaften Kontakt herzustellen. Ueber meinen Haus-Manager kann ich nur ein Lob aussprechen. Er war wirklich sehr nett und stets bemueht alles gut zu machen, was wirklich nicht einfach fiel. Man konnte ihn um alles bitten, die Frage war nur ob es letztendlich klappte, bzw. ob er daran dachte. Was man wohl noch erwaehnen sollte. Rund um Tel Aviv ist die Homosexuellen-Rate sehr hoch. So war mein Chef, mein Haus-Manager, einiger Arbeiter und vermutlich sogar ein Friend schwul. Klingt negativ, ist es auch, da es mir irgendwann ziemlich penetrant wurde. Vor allem in der Stadt kann man da so seine Erfahrungen machen... . Was mir sehr gut an unserer Einrichtunge gefallen hat, war das bunte Programm, sodass wir oft Gelegenheit hatten in den Pool zu gehen. Auch das Gehalt war voll in Ordnung. Am Anfang und Ende des Monats 600 NIS, davon musste man sich selbst mit Essen eindecken und auch die Buskosten waren integriert. Fuer den Bus gingen rund 350 NIS raus pro Monat, eine ganze Menge, sodass die meisten von uns sich ein Fahrrad kauften und mit diesem 45 Minuten zur Arbeiten fuhren. Man kann isch ueberlegen ob man sich das antun will bei dem Verkehr und Klima, aber der Deutsche ist ja bekanntlich geizig. Fuer mich hat es sich leider nicht so sehr gelohnt, da mein Radel dauerhaft zur Reperatur musste und als ich dann mein drittes! Fahrrad bekommen sollte, hab ich das Geld zurueck verlangt. Was man erwahnen sollte, wir bekammen jede Woche ein Essenspaket von der Kueche und jeden Monat alles Notwendige fuer den Haushalt. Somit musste ich das Kindergeld nur fuers Reisen angraben, die anderen haben es oft versofen.
Seit grob einer Woche bin ich nun in Jerusalem bei Shekel. Urspruenglich wollte ich von Anfang an nach Jerusalem, hat dann aber nicht geklappt. Als ich nun meinen Wunsch bei Silvi Behm, unserer Ansprechpartnerin in Israel geaeussert hatte, ging der Wechsel erstaunlicherweise sehr schnell und unkompliziert. Fuer mich kann ich sagen, ist Jerusalem definitiv die bessere Wahl. Tel Aviv ist schon sehr westlich, nur dreckig noch dazu. Jerusalem ist einfach etwas Besonderes, eine Stadt wie keine Zweite und fuer mich als Christ einfach wesentlich interessanter. Ausserdem find ich Sie um Laengen schoener. Die Arbeit bei Shekel ist bekanntermassen nicht mit Autisten sondern in meinem Fall sogar mit sehr stark geistig und koerperlich Behinderten, aber ich bin erstaunt wie gut mir diese Arbeit doch gefaellt. Verglichen zur Arbeit davor, ist hier erst Mal alles schoener und moderner. Auch das Essen ist besser. Man kann zur Arbeit laufen, bekommt 1210 NIS pro Monat und es arbeiten ausschliesslich Araber. Man muss natuerlich wesentlich mehr Pflege machen, gewoehnen tut man sich jedoch an alles.
Zusammenfassend bin ich sehr froh ueber die Zeit hier und all die Erfahrungen. Auch wenn es mir in Jerusalem besser gefaellt, blicke ich mit lauter positiven Eindruecken auf das halbe Jahr davor zurueck.
Ich war fuer sechs Monate in Kfar Ofarim bei Ramat HaSharon. Gewohnt haben wir zu siebt in einem Apartement fuer... 4? Dementsprechend kann man sich den Komfort vorstellen und vor allem die Zeiten an denen man noch Besuch hatte. Wir wohnten in Petach Tiqva, einer 300.000 Einwohner Stadt neben Tel Aviv, die ausser den Israelis aber niemand kennt. Zurecht, denn da gibt es auch nichts zu sehen. Die Wohnung war im sechsten Stock eines Betonblocks, aber immerhin mit guter Busanbindung. Zur Arbeit ca. 20 Minuten, nach Tel Aviv ca. eine Stunde. Ebenso um abends nach Hause zu kommen mussten wir umsteigen und brauchten meist ueber eine Stunde. Bis hierher mag es sich sehr negativ anhoeren und so war auch mein erster Eindruck. Da war nichts zu sehen von dem Land, in dem Milch und Honig fliesst. Doch mit allem konnte man sich mehr oder minder abfinden, begann aber auch seine Heimat richtig zu schaetzen. Unsere Wohnung bestand nur aus DIV-Volontaeren, darunter 2 zwei weibliche. Wir verstanden uns erstaunlich gut obwohl wir doch so unterschiedlich sind. Ich beispielsweise gehe nicht nach Tel Aviv in Nightclubs waehrend die anderen sich teilweise woechentlich abschossen. Mit der Zeit bildeten sich Grueppchen, was aber total normal ist. Andy und ich machten letztlich immer zusammen Urlaub. Ansonsten gab es quasi beinah dauerhaft Probleme mit unserem Apartement. Angefangen von der nicht funkionierenden Klimaanlage im heisesten Monat, nicht bezahlten Rechnungen, stoerendem Internet, Stromausfall, Ueberschwemmung u.s.w.
Allgemein gilt zu sagen, dass alles sehr chaotisch und unorganisert ist und vor allem natuerlich ewig Zeit braucht: „BALAGAAAN!“
Die Arbeit war sehr unterschiedlich. Ich verbrachte meine Zeit im Haus Gefen, das beste von allen natuerlich. Es befand sich noch im alten Komplex und teilte sich somit die Kueche mit Haus Dolev, wo uebrigens Andy arbeitet. Meine neun neuen Freunde erschienen mir ziemlich verrueckt. Aber dadurch um so sympatischer (. Man lernt ihre Sprache kennen, ihre Eigenheiten und Rituale. Man lernt sie schaetzen und verstehen. Man entwickelt Freundschaften. Es ist unglaublich wie schnell man Routine in die Arbeit bekommt und zuletzt machte ich Arbeiten wie ein normaler Guide. Dazu gehoerte auch das Verabreichen von Medikamenten und Nachtschichten, alleine. Zu Beginn war mir immer langweilig, weil ich nicht wusste was ich machen kann und dann hab ich einfach hebraeisch gelernt. Spaeter kam ich oft mals gar nicht mehr dazu, weil es immer etwas gab, was man mit den Autisten machen konnte. Selbst wenn man nur versuchte ihnen auf Stotter-Hebraeisch etwas zu erzaehlen. Meine Arbeitskollegen waren durchschnittlich bis superklasse! Mit den einen hat man mehr gemacht, mit dem anderen fast nichts. Allgemein fiel es mir recht schwer richtigen, also dauerhaften Kontakt herzustellen. Ueber meinen Haus-Manager kann ich nur ein Lob aussprechen. Er war wirklich sehr nett und stets bemueht alles gut zu machen, was wirklich nicht einfach fiel. Man konnte ihn um alles bitten, die Frage war nur ob es letztendlich klappte, bzw. ob er daran dachte. Was man wohl noch erwaehnen sollte. Rund um Tel Aviv ist die Homosexuellen-Rate sehr hoch. So war mein Chef, mein Haus-Manager, einiger Arbeiter und vermutlich sogar ein Friend schwul. Klingt negativ, ist es auch, da es mir irgendwann ziemlich penetrant wurde. Vor allem in der Stadt kann man da so seine Erfahrungen machen... . Was mir sehr gut an unserer Einrichtunge gefallen hat, war das bunte Programm, sodass wir oft Gelegenheit hatten in den Pool zu gehen. Auch das Gehalt war voll in Ordnung. Am Anfang und Ende des Monats 600 NIS, davon musste man sich selbst mit Essen eindecken und auch die Buskosten waren integriert. Fuer den Bus gingen rund 350 NIS raus pro Monat, eine ganze Menge, sodass die meisten von uns sich ein Fahrrad kauften und mit diesem 45 Minuten zur Arbeiten fuhren. Man kann isch ueberlegen ob man sich das antun will bei dem Verkehr und Klima, aber der Deutsche ist ja bekanntlich geizig. Fuer mich hat es sich leider nicht so sehr gelohnt, da mein Radel dauerhaft zur Reperatur musste und als ich dann mein drittes! Fahrrad bekommen sollte, hab ich das Geld zurueck verlangt. Was man erwahnen sollte, wir bekammen jede Woche ein Essenspaket von der Kueche und jeden Monat alles Notwendige fuer den Haushalt. Somit musste ich das Kindergeld nur fuers Reisen angraben, die anderen haben es oft versofen.
Seit grob einer Woche bin ich nun in Jerusalem bei Shekel. Urspruenglich wollte ich von Anfang an nach Jerusalem, hat dann aber nicht geklappt. Als ich nun meinen Wunsch bei Silvi Behm, unserer Ansprechpartnerin in Israel geaeussert hatte, ging der Wechsel erstaunlicherweise sehr schnell und unkompliziert. Fuer mich kann ich sagen, ist Jerusalem definitiv die bessere Wahl. Tel Aviv ist schon sehr westlich, nur dreckig noch dazu. Jerusalem ist einfach etwas Besonderes, eine Stadt wie keine Zweite und fuer mich als Christ einfach wesentlich interessanter. Ausserdem find ich Sie um Laengen schoener. Die Arbeit bei Shekel ist bekanntermassen nicht mit Autisten sondern in meinem Fall sogar mit sehr stark geistig und koerperlich Behinderten, aber ich bin erstaunt wie gut mir diese Arbeit doch gefaellt. Verglichen zur Arbeit davor, ist hier erst Mal alles schoener und moderner. Auch das Essen ist besser. Man kann zur Arbeit laufen, bekommt 1210 NIS pro Monat und es arbeiten ausschliesslich Araber. Man muss natuerlich wesentlich mehr Pflege machen, gewoehnen tut man sich jedoch an alles.
Zusammenfassend bin ich sehr froh ueber die Zeit hier und all die Erfahrungen. Auch wenn es mir in Jerusalem besser gefaellt, blicke ich mit lauter positiven Eindruecken auf das halbe Jahr davor zurueck.
Mittwoch, 2. März 2011
Tag Eins
Sooo... die ganze Spannung ist vorbei und alles hat sich wunderbar ergeben. Das Apartement ist schön, die Leute sind nett und die Arbeit ist wirklich super. Der Chef ist klasse und spricht jetzt schon nur noch hebräisch mit mir obwohl er sogar deutsch kann. Heute am Tag Eins war bereits volles Programm. Morgends gings erst mal ins Office zu einem Meeting, anschließend folgte die bürokratische Phase. Danach haben wir eine jüdische Familie besucht, dessen Junge auch von meiner jetzigen Arbeitsstelle betreut wurde und vor ein paar Tagen im Krankenhaus verstorben ist. Um 14Uhr fing dann die Arbeit an bis um 20Uhr, da wir noch 2 Stunden Mitarbeiter-Treffen hatten. Und jetzt bin ich zuhause und geb euch einen kurzen Einblick in den Start, hier in Jerusalem. Bald gibts mehr, bleibt gespannt ;)
Donnerstag, 24. Februar 2011
Ausbruch aus Armageddon!
Wir befinden uns im Jahre 5771, Ende des Monats Adar. Die Sonne steht tief, die Ruinen Armageddons werfen kühle Schatten. Noch ist es totenstill auf Har Megiddo. Die Tore sind verschlossen, der Wassertunnel verriegelt, wir, umgeben von Stacheldraht. Der weite Blick in die Yezreel-Ebene lässt keine Hoffnung ersehen. Schließlich erblickten wir eine schwache Stelle zum Ausbruch aus Armageddon, stapften im geschützten Graben, krochen durch einen Abwasserkanal, balancierten auf der Wasser-Pipeline, nachdem wir schnell und unauffällig den Highway überquert hatten. Als wir an einem Gefangenenlager angekommen waren, erkauften wir uns mit den letzten Münzen eine Fahrt, möglichst weit weg von hier. Nach mehreren Stunden konnten wir uns endlich in unserem Bunker verschanzen.
Wir waren zuhause angekommen :)
Andy und ich waren wieder einmal für 4Tage unterwegs und haben diesmal das Gebiet Galiläas im Norden Israels erkundet. Wir begannen in stürmischem Regen und gigantischen Wellen welche gegen die Befestigungsmauern der Kreuzfahrerstadt Akko preschten. Man aß den besten Humus Israels des Arabers Said und bewunderte die massiven Bauwerke der Kreuzritter. Am Abend bekamen wir eine Ausbildung des Grafen Magar und konnten in einem Kinder- und Jugendheim übernachten. Am nächsten Tag erreichten wir per Anhalter Bet Shearim, das Haus der Tore zwischen Leben und Tod. In den in Kalkstein gehauenen Grabhöhlen wurden bedeutende Rabbiner in verzierten Sarkophagen begraben. Anschließend stiegen wir in Nazareth die arabische Stufensiedlung durch den Nebel bis zum Gipfel hinauf und stellten uns vor, welch eine atemberaubende Aussicht man erblicken könnte. Zudem besuchten wir dort Marie und Josef mit ihrem Bubi zuhause, wo man jedoch nur durch Betreten einer Kirche hingelangen konnte. Diesmal nahmen wir das erste Mal ein Hostel, welches sogar über einen eigenen Quell mit Trinkwasser versorgt wird (abusaeedhostel.com). An Tag drei hatten wir endlich Sonne und verbrachten einen Tag in Tiberias, Andy unternahm ein jüdisches Ritualbad im schmutzigen und seit 7Jahren 5Meter zu niedrigen See Genezareth. Mit einer Wanderung am Jordan zum Sonnenuntergang schloßen wir den Tag ab und wurden in einem Kibbuz von einem netten, jungen Pärchen aufgenommen (couchsurfing.org). Am letzten Tag brachen wir auf zum Gan HaShlosha, einer wunderschönen warmen Quelle (28°C) umgeben von Palmen und liessen uns von kleinen Fischen verhornte Haut abnagen. Nach einem Besuch im Nationalpark Tel Megiddo (Armageddon) fuhren wir wieder nach Hause.
"Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt." Offb. 16,16
Donnerstag, 10. Februar 2011
ירושלים
Jetzt ist es soweit. Gestern bekam ich meine Bestätigungsmail, dass ich ab 1.März in Jerusalem bei "Shekel" arbeiten werde. Einerseits freue ich mich natürlich total, dass es so einfach geklappt hat, andrreseits ist es auch schade mich von meinem jetzigen Arbeitsplatz und der WG zu verabschieden. Viele können meine Entscheidung nicht verstehen und sind sehr verwundert, dass ich auf einmal so plötzlich wechsel. Für mich ist es nochmals ein Neuanfang, da ich weder die Arbeitsstelle, noch meine zukünftige WG kenne. Aber ich bin gespannt auf die neuen Erfahrungen und gehe dem ganzen sehr positiv entgegen. Ende diesen Monats wird es eine Verabschiedungsfeier geben, bei der auch die ganzen Arbeitskollegen eingeldaen sein werden. Sie bedauern sehr dass ich gehe, am meißten jedoch mein Chef, Iftach.
Noch ein paar Worte zu Shekel; Vor Beginn meines Israelaufenthalts war ursprünglich geplant, dass ich bei Shekel in Jerusalem eingesetzt werde. Kurzfristig wurde dann umdisponiert, mit der Begründung, man brauche mich als Junge dringend in Kfar Ofarim. Nun, da sich die ganze Lage entspannt hat, hinterlasse ich auch keine all zu große Lücke. Die neue Einrichtung arbeitet nicht mit Autisten, sondern mit körperlich Behinderten, meißt mit mentalen Schwächen. Im Klartext heißt das für mich; Viel Pflegearbeit, Füttern, Rollstühle durch die Gegend schubsen und nicht mehr faul im Pool rumchillen (wie bisher). Ich werde erwachsen :P
Themenwechsel, Cäsarea: Gestern haben Andy und ich noch einen Tagestrip nach Cäsarea unternommen und richtig Glück mit dem Wetter gehabt, während es heute schon wieder regnet und den Tag davor sogar hagelte. Bilder werde ich bald hochladen, von mir noch ein paar Infos zum Schauplatz. Einstmals bedeutenste Stadt Israels ist die nördlich gelegene Hafenstadt heute mehr eine große Ausgrabungsstätte mit Kibuz und einem wirklich schönen Industriegebiet nebenan. Hier war Paulus in Gefangenschaft und wurde nach Rom verschifft. Zwei Filme haben wir uns auch angeschaut (hebräisch & deutsch) über die Bedeutung, Geschichte und Bauweise der gigantischen Anlagen. Auf jeden Fall sehr sehenswert und beeindruckend.
Noch ein paar Worte zu Shekel; Vor Beginn meines Israelaufenthalts war ursprünglich geplant, dass ich bei Shekel in Jerusalem eingesetzt werde. Kurzfristig wurde dann umdisponiert, mit der Begründung, man brauche mich als Junge dringend in Kfar Ofarim. Nun, da sich die ganze Lage entspannt hat, hinterlasse ich auch keine all zu große Lücke. Die neue Einrichtung arbeitet nicht mit Autisten, sondern mit körperlich Behinderten, meißt mit mentalen Schwächen. Im Klartext heißt das für mich; Viel Pflegearbeit, Füttern, Rollstühle durch die Gegend schubsen und nicht mehr faul im Pool rumchillen (wie bisher). Ich werde erwachsen :P
Themenwechsel, Cäsarea: Gestern haben Andy und ich noch einen Tagestrip nach Cäsarea unternommen und richtig Glück mit dem Wetter gehabt, während es heute schon wieder regnet und den Tag davor sogar hagelte. Bilder werde ich bald hochladen, von mir noch ein paar Infos zum Schauplatz. Einstmals bedeutenste Stadt Israels ist die nördlich gelegene Hafenstadt heute mehr eine große Ausgrabungsstätte mit Kibuz und einem wirklich schönen Industriegebiet nebenan. Hier war Paulus in Gefangenschaft und wurde nach Rom verschifft. Zwei Filme haben wir uns auch angeschaut (hebräisch & deutsch) über die Bedeutung, Geschichte und Bauweise der gigantischen Anlagen. Auf jeden Fall sehr sehenswert und beeindruckend.
Mittwoch, 2. Februar 2011
Das neue Jahr bringt Veränderung
Nun melde ich mich einmal wieder, da es endlich wieder was zu berichten gibt. Ausflüge waren bei uns im Winter eher rar, da es auch bei uns regnet und in Jerusalem sogar schneite! So viel zu den Temperaturen. Sylvester wurde in Tel Aviv gefeiert, an sich nichts Besonderes. Aber was gibts Neues? Einerseits bin ich dabei einen Film zu erstellen über meine Zeit hier in Israel, auch mit einigen Bildern und Videos von der Arbeit. Ich könnt also schon gespannt darauf sein, wann er fertig ist, kann ich aber noch nicht sagen. Die technischen Mittel sind etwas beschränkt :) Im Januar gab es noch einen kleinen Schritt mit eventuell großer Auswirkung, nämlich habe ich mich an der Hochschule in Weingarten für den Studiengang "Soziale Arbeit" beworben. Ja, ich habe mich endlich entschieden zu studieren, nämlich im Sozialen Bereich. Der Gedanke war schon lange vorhanden, jedoch noch nicht beschlossen. Alternativen hab ich noch keine, bisher ist also erst eine Bewerbung raus.
Die letzten zwei Tage im Januar verbrachte ich in Jerusalem. Wir besuchten die Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" (= Ein Denkmal und ein Name) von unserer Organisation aus und besuchten anschließend den Internationalen Volontärstag ebenfalls in Jerusalem in einem Hotel. Yad Vashem ist wirklich sehr beeindruckend und lohnt sich öfters besucht zu werden. Der Volo-Tag war wohl eher das Gegenteil. Jeder sagt mal Danke in Hebräisch, Englisch und Deutsch. Als Rahmenprogamm wurden uns etwaige Blamagen geboten, wie eine nicht englisch-sprechenkönnende Abgeordnete des auswärtigen Amts in Israel. Danach entschied ich mich kurzfristig noch einen weiteren Tag in Jerusalem zu verweilen und bin mit David, einem Volo von der Einrichtung "Shekel" in Jerusalem durch die Stadt geschlendert. Dabei besuchten wir den größten Second-Hand Buchladen Israels und ich erwarb die ersehnte 600seitige "Hebräische Grammatik" von Wilhelm Gesenius in deutsch. So steig ich nun in die nächste Etape meines Hebräisch-Limudim, der spezifischen bibelhebräischen Grammatik und dem Vokabular desselben. Die wohl bedeutendste Veränderung, welche bisher zwar nur ein Gedankengebäude ist, betrifft die Arbeit. Heute habe ich die Anfrage gestellt, nach Jerusalem zu wechseln. Grund dafür ist lediglich die Umgebung, sprich Tel Aviv. An der WG und der Arbeit gibt es definitiv nichts auszusetzen, aber Tel Aviv und Petach Tikva, meinem aktuellen Wohnsitz, sagt mir überhaupt nicht zu. Für mich ist es nur eine dreckige, weltliche Großstadt und nichts weiter. Welch ein Glück, meine Chanchen stehen gut. In Jerusalem werden Volos gesucht und ursprünglich war es sowieso meine Erstwahl.
Nun dann... Friede mit euch!
Die letzten zwei Tage im Januar verbrachte ich in Jerusalem. Wir besuchten die Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" (= Ein Denkmal und ein Name) von unserer Organisation aus und besuchten anschließend den Internationalen Volontärstag ebenfalls in Jerusalem in einem Hotel. Yad Vashem ist wirklich sehr beeindruckend und lohnt sich öfters besucht zu werden. Der Volo-Tag war wohl eher das Gegenteil. Jeder sagt mal Danke in Hebräisch, Englisch und Deutsch. Als Rahmenprogamm wurden uns etwaige Blamagen geboten, wie eine nicht englisch-sprechenkönnende Abgeordnete des auswärtigen Amts in Israel. Danach entschied ich mich kurzfristig noch einen weiteren Tag in Jerusalem zu verweilen und bin mit David, einem Volo von der Einrichtung "Shekel" in Jerusalem durch die Stadt geschlendert. Dabei besuchten wir den größten Second-Hand Buchladen Israels und ich erwarb die ersehnte 600seitige "Hebräische Grammatik" von Wilhelm Gesenius in deutsch. So steig ich nun in die nächste Etape meines Hebräisch-Limudim, der spezifischen bibelhebräischen Grammatik und dem Vokabular desselben. Die wohl bedeutendste Veränderung, welche bisher zwar nur ein Gedankengebäude ist, betrifft die Arbeit. Heute habe ich die Anfrage gestellt, nach Jerusalem zu wechseln. Grund dafür ist lediglich die Umgebung, sprich Tel Aviv. An der WG und der Arbeit gibt es definitiv nichts auszusetzen, aber Tel Aviv und Petach Tikva, meinem aktuellen Wohnsitz, sagt mir überhaupt nicht zu. Für mich ist es nur eine dreckige, weltliche Großstadt und nichts weiter. Welch ein Glück, meine Chanchen stehen gut. In Jerusalem werden Volos gesucht und ursprünglich war es sowieso meine Erstwahl.
Nun dann... Friede mit euch!
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