Vor gut drei Wochen fand ich in meinem Postfach eine Mail von einer nicht geringeren Person als... meiner Mutter. An sich nichts Besonderes. Ganz anderst hingegen der Inhalt.
Nun gut. Außer einem Feigenbaum und ein paar Olivenbäumen hab ich meines Wissens nach zwar nichts an botanischem Gut erwähnt, aber was sollst.
Insgesamt hatten wir ein sehr durchmischtes Programm, da auch Pessach und Ostern in denselben Zeitrahmen fielen. So begannen wir mit einem Lobpreis-Konzert mit nur hebräischen Liedern in der King of Kings Community und am Tag darauf, dem Pessach-Anfang waren wir bei einer messianisch-jüdischen Familie aus England zum sogenannten "Seder-Abend" eingeladen. Seder bedeutet Ordnung und das sollte an diesem Abend auch herschen. Das Fest erinnert in acht Tagen an den Auszug von Ägypten und diese Geschichte wird am ersten Abend vorgelesen und symbolisch mit Ritualen begleitet, so wie es in der Thora angeordnet ist. Es gab lecker Lamm zu Essen und englischen Kuchen, einige Stunden lang wurde gefeiert.
Mutti machte sich außerdem alleine auf nach En Gedi und Massada, beides gelegen am Toten Meer, beides ein Muss in Israel. Zu Osteranfang stieg die Tourismuswelle natürlich wieder besonders an und jede Menge Christen machten sich für ihre Zelebrationen bereit. Dazu gehört den Leidensweg Jesu mit Kreuz auf dem Buckel zu gehen und bei den russisch-orthodoxen sich und den Osterkuchen mit möglichst viel Wasser weihen zu lassen, sodass alles zu triefen anfängt. Wir hingegen besuchten nur einen Gottesdienst im Gartengrab, der protestantischen Alternative zur Grabeskirche. Die letzten drei Tage fuhren wir etwas im Land herum, zum See Kinereth, hinauf in das Kabbala-Zentrum Safed im hügelreichen Galiläa und letztendich über Akko und Haifa nach Jaffo/Tel Aviv, von wo aus die Rückreise angetreten wurde. Das Wetter hat super mitgemacht, der Frühling hat die Mutter mir Duft und Blumenpracht erfreut und nächste Woche gehts schon weiter mit der nächsten Tour, meine älteste Schwester Ywi kommt mich nämlich für eine Woche besuchen.
Hallo Raphi,Ja und so schnell gings dann auch und jetzt ist sie schon wieder zuhaus. Ich nahm mir ganz selbstlos die zwei Wochen frei, plante einen schönen und vor allem gehaltreichen Urlaub und dann gings schon los. Bei Mamas Ankunft war ich noch arbeiten, aber danach war die Freude um so größer. Ein paar Kilo Essen hat sie nämlich mitgebracht, darunter Schweinshaxen, Salami, Bergkäse, Kalter Braten und Backzutaten. Nicht zu vergessen die Original Thüringer Bratwürste! Die Hälfte der Zeit verbrachten wir in Jerusalem, da es ein unerschöpfliches Kontingent an Sehenswürdigkeiten birgt. Während meiner Vorträge über Geschichte, Kultur und Politik, war die Resonanz meiner Mutter jedoch meißt: Oh sind die Blumen aber schön. Und das ist ja alles so bunt!
ich habe kurzfristig vor, Dich zu besuchen. Da am 12. April mein letzter Arbeitstag ist, kann ich ca. 13., 14. bis 25., 26. April kommen.
Gehrtdas bei Dir?
Du mußt nicht die ganze Zeit Urlaub haben. Paar Tage wären schön.
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Mama
Nun gut. Außer einem Feigenbaum und ein paar Olivenbäumen hab ich meines Wissens nach zwar nichts an botanischem Gut erwähnt, aber was sollst.
Insgesamt hatten wir ein sehr durchmischtes Programm, da auch Pessach und Ostern in denselben Zeitrahmen fielen. So begannen wir mit einem Lobpreis-Konzert mit nur hebräischen Liedern in der King of Kings Community und am Tag darauf, dem Pessach-Anfang waren wir bei einer messianisch-jüdischen Familie aus England zum sogenannten "Seder-Abend" eingeladen. Seder bedeutet Ordnung und das sollte an diesem Abend auch herschen. Das Fest erinnert in acht Tagen an den Auszug von Ägypten und diese Geschichte wird am ersten Abend vorgelesen und symbolisch mit Ritualen begleitet, so wie es in der Thora angeordnet ist. Es gab lecker Lamm zu Essen und englischen Kuchen, einige Stunden lang wurde gefeiert.
Mutti machte sich außerdem alleine auf nach En Gedi und Massada, beides gelegen am Toten Meer, beides ein Muss in Israel. Zu Osteranfang stieg die Tourismuswelle natürlich wieder besonders an und jede Menge Christen machten sich für ihre Zelebrationen bereit. Dazu gehört den Leidensweg Jesu mit Kreuz auf dem Buckel zu gehen und bei den russisch-orthodoxen sich und den Osterkuchen mit möglichst viel Wasser weihen zu lassen, sodass alles zu triefen anfängt. Wir hingegen besuchten nur einen Gottesdienst im Gartengrab, der protestantischen Alternative zur Grabeskirche. Die letzten drei Tage fuhren wir etwas im Land herum, zum See Kinereth, hinauf in das Kabbala-Zentrum Safed im hügelreichen Galiläa und letztendich über Akko und Haifa nach Jaffo/Tel Aviv, von wo aus die Rückreise angetreten wurde. Das Wetter hat super mitgemacht, der Frühling hat die Mutter mir Duft und Blumenpracht erfreut und nächste Woche gehts schon weiter mit der nächsten Tour, meine älteste Schwester Ywi kommt mich nämlich für eine Woche besuchen.