Wir befinden uns im Jahre 5771, Ende des Monats Adar. Die Sonne steht tief, die Ruinen Armageddons werfen kühle Schatten. Noch ist es totenstill auf Har Megiddo. Die Tore sind verschlossen, der Wassertunnel verriegelt, wir, umgeben von Stacheldraht. Der weite Blick in die Yezreel-Ebene lässt keine Hoffnung ersehen. Schließlich erblickten wir eine schwache Stelle zum Ausbruch aus Armageddon, stapften im geschützten Graben, krochen durch einen Abwasserkanal, balancierten auf der Wasser-Pipeline, nachdem wir schnell und unauffällig den Highway überquert hatten. Als wir an einem Gefangenenlager angekommen waren, erkauften wir uns mit den letzten Münzen eine Fahrt, möglichst weit weg von hier. Nach mehreren Stunden konnten wir uns endlich in unserem Bunker verschanzen.
Wir waren zuhause angekommen :)
Andy und ich waren wieder einmal für 4Tage unterwegs und haben diesmal das Gebiet Galiläas im Norden Israels erkundet. Wir begannen in stürmischem Regen und gigantischen Wellen welche gegen die Befestigungsmauern der Kreuzfahrerstadt Akko preschten. Man aß den besten Humus Israels des Arabers Said und bewunderte die massiven Bauwerke der Kreuzritter. Am Abend bekamen wir eine Ausbildung des Grafen Magar und konnten in einem Kinder- und Jugendheim übernachten. Am nächsten Tag erreichten wir per Anhalter Bet Shearim, das Haus der Tore zwischen Leben und Tod. In den in Kalkstein gehauenen Grabhöhlen wurden bedeutende Rabbiner in verzierten Sarkophagen begraben. Anschließend stiegen wir in Nazareth die arabische Stufensiedlung durch den Nebel bis zum Gipfel hinauf und stellten uns vor, welch eine atemberaubende Aussicht man erblicken könnte. Zudem besuchten wir dort Marie und Josef mit ihrem Bubi zuhause, wo man jedoch nur durch Betreten einer Kirche hingelangen konnte. Diesmal nahmen wir das erste Mal ein Hostel, welches sogar über einen eigenen Quell mit Trinkwasser versorgt wird (abusaeedhostel.com). An Tag drei hatten wir endlich Sonne und verbrachten einen Tag in Tiberias, Andy unternahm ein jüdisches Ritualbad im schmutzigen und seit 7Jahren 5Meter zu niedrigen See Genezareth. Mit einer Wanderung am Jordan zum Sonnenuntergang schloßen wir den Tag ab und wurden in einem Kibbuz von einem netten, jungen Pärchen aufgenommen (couchsurfing.org). Am letzten Tag brachen wir auf zum Gan HaShlosha, einer wunderschönen warmen Quelle (28°C) umgeben von Palmen und liessen uns von kleinen Fischen verhornte Haut abnagen. Nach einem Besuch im Nationalpark Tel Megiddo (Armageddon) fuhren wir wieder nach Hause.
"Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt." Offb. 16,16
du nase willsch jetzt schriftsteller werden :D:D
AntwortenLöschenmir hats gemundet dein roman für schreibfaule^^
Peace Bro
Maximilian von Gaßmann