Mittwoch, 2. Februar 2011

Das neue Jahr bringt Veränderung

Nun melde ich mich einmal wieder, da es endlich wieder was zu berichten gibt. Ausflüge waren bei uns im Winter eher rar, da es auch bei uns regnet und in Jerusalem sogar schneite! So viel zu den Temperaturen. Sylvester wurde in Tel Aviv gefeiert, an sich nichts Besonderes. Aber was gibts Neues? Einerseits bin ich dabei einen Film zu erstellen über meine Zeit hier in Israel, auch mit einigen Bildern und Videos von der Arbeit. Ich könnt also schon gespannt darauf sein, wann er fertig ist, kann ich aber noch nicht sagen. Die technischen Mittel sind etwas beschränkt :) Im Januar gab es noch einen kleinen Schritt mit eventuell großer Auswirkung, nämlich habe ich mich an der Hochschule in Weingarten für den Studiengang "Soziale Arbeit" beworben. Ja, ich habe mich endlich entschieden zu studieren, nämlich im Sozialen Bereich. Der Gedanke war schon lange vorhanden, jedoch noch nicht beschlossen. Alternativen hab ich noch keine, bisher ist also erst eine Bewerbung raus.
Die letzten zwei Tage im Januar verbrachte ich in Jerusalem. Wir besuchten die Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" (= Ein Denkmal und ein Name) von unserer Organisation aus und besuchten anschließend den Internationalen Volontärstag ebenfalls in Jerusalem in einem Hotel. Yad Vashem ist wirklich sehr beeindruckend und lohnt sich öfters besucht zu werden. Der Volo-Tag war wohl eher das Gegenteil. Jeder sagt mal Danke in Hebräisch, Englisch und Deutsch. Als Rahmenprogamm wurden uns etwaige Blamagen geboten, wie eine nicht englisch-sprechenkönnende Abgeordnete des auswärtigen Amts in Israel. Danach entschied ich mich kurzfristig noch einen weiteren Tag in Jerusalem zu verweilen und bin mit David, einem Volo von der Einrichtung "Shekel" in Jerusalem durch die Stadt geschlendert. Dabei besuchten wir den größten Second-Hand Buchladen Israels und ich erwarb die ersehnte 600seitige "Hebräische Grammatik" von Wilhelm Gesenius in deutsch. So steig ich nun in die nächste Etape meines Hebräisch-Limudim, der spezifischen bibelhebräischen Grammatik und dem Vokabular desselben. Die wohl bedeutendste Veränderung, welche bisher zwar nur ein Gedankengebäude ist, betrifft die Arbeit. Heute habe ich die Anfrage gestellt, nach Jerusalem zu wechseln. Grund dafür ist lediglich die Umgebung, sprich Tel Aviv. An der WG und der Arbeit gibt es definitiv nichts auszusetzen, aber Tel Aviv und Petach Tikva, meinem aktuellen Wohnsitz, sagt mir überhaupt nicht zu. Für mich ist es nur eine dreckige, weltliche Großstadt und nichts weiter. Welch ein Glück, meine Chanchen stehen gut. In Jerusalem werden Volos gesucht und ursprünglich war es sowieso meine Erstwahl.
Nun dann... Friede mit euch!

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